FDP fordert nachhaltige Entwicklung des Sinai-Geländes

Die Freien Demokraten befürworten grundsätzlich die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Sinai-Gelände, um eine städtebaulich geordnete Entwicklung für Wohnen und Gewerbe zu ermöglichen. „Wir stehen zu der Verantwortung, Wohnraum im Ballungsgebiet zu schaffen. Viele von uns sind nach Bad Soden gezogen. Dies wäre ohne die Bereitschaft früherer Entscheidungsträger, neue Gebiete zu entwickeln, nicht möglich gewesen,“ erläutert die Fraktionsvorsitzende Bettina Stark-Watzinger. Gleichzeitig fordern die Freien Demokraten aber ein bürgernahes und transparentes Verfahren, um für wichtige Herausforderungen wie Verkehrsbelastung und Umweltauswirkungen Lösungen zu finden und die Akzeptanz des neuen Gebietes zu erhöhen. Die Fraktionsvorsitzende weist noch einmal darauf hin, dass den Freien Demokraten eine innerstädtische Entwicklung auf dem ehemaligen Süwag-Gelände bevorzugt hätten. „Das Gewerbegebiet auf dem Sinai-Gelände ist eine notwendige Folge der Ablehnung des Antrags der Freien Demokraten das Süwag-Gelände als Gewerbegebiet zu entwickeln,“ kritisiert Stark-Watzinger

„Mit dem Einvernehmen, das Gebiet zu entwickeln, ist noch keine finale Zustimmung seitens der FDP-Fraktion gegeben, da wichtige Fragen, wie die Verkehrsanbindung und die Ausgestaltung der Wohn- und Gewerbeflächen noch offen sind,“ erklärt Stark-Watzinger weiter. Für den städtischen Haushalt sei die Einnahme von Gewerbesteuern wichtig. Eine Ansiedelung eines mittelständischen Unternehmens mit Verankerung in der Region begrüßen die Freien Demokraten aus diesem Grund. Die Verwunderung der Bürger über den Verkauf des Grundstückes an Cosnova zu einem fiktiven günstigen Verkaufspreis sei nachvollziehbar. Bürgermeister Altenkamp habe allerdings klargestellt, dass Cosnova die Erschließung des Geländes selbst trage. Auch sei die nach Abzug der Erschließungskosten vorhandene Differenz zum Marktpreis durch die Verpflichtung des Unternehmens, mindestens fünf Jahre in Bad Soden ansässig zu bleiben, überkompensiert.
Folgende Punkte sind für die Freien Demokraten von besonderer Bedeutung:
Verkehr – Für die Freien Demokraten ist im Zusammenhang mit der Entwicklung des Sinai-Geländes nicht nur die Anbindung des Gewerbes und der Wohneinheiten auf die Limesspange von Bedeutung. Die Folgen für den innerstädtischen Verkehr müssten geklärt werden. Bad Soden habe derzeit kein schlüssiges Verkehrskonzept. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzeptes aus dem Jahr 2013 wurde z.B. die Regelung des ÖPNV in Bad Soden kritisiert; Das Angebot der Linie 282 als unattraktiv bezeichnet. Die Freien Demokraten werden daher für die Stadtverordnetenversammlung im November einen
umfassenden Antrag erarbeiten,dessen Ziel es ist, ein Verkehrskonzept für Bad Soden zu entwickeln, dass alle Aspekte von Elektrostadtbussen über Pedelecs bis zu Car-Sharing-Modellen beinhaltet.
Schulwegsicherheit – Der Weg zur neuen Grundschule darf durch die Verkehrsentwicklung nicht gefährdet werden. Hier ist die Frage der Verkehrsleitung und der Verkehrsberuhigung zu klären.
Bauleitplanung – Für die weitere Zustimmung zu dem Bebauungsplan ist entscheidend, dass ausreichend Grüngürtel erhalten bleiben und die Abstandsflächen zu der bestehenden Bebauung umweltverträglich geregelt werden. Die Höhe und Dichte der Bebauung wird ebenfalls entscheidend sein. Die bisher geplanten 220 Einheiten erscheinen den Freien Demokraten als sehr hoch. In der weiteren Diskussion des Bebauungsplans werden hier noch Änderungen vorgenommen werden müssen.


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